SINGIORE COLORE
Hinter jedem meiner Kunstwerke verbirgt sich ein Teil meines Lebens. Hier beginnt die Reise durch meine Werke. Ich lade Sie herzlich ein, diese Geschichten mit mir zu entdecken.
„Singiore Colore“
(2005)
Dieses Werk entstand im Jahr 2005 während einer prägenden Phase meines künstlerischen Weges. Seit 2007 befindet sich „Singiore Colore“ in der Kunstsammlung der Gemeinde Weissach in Württemberg.
Für mich ist dies eine besondere Anerkennung und zugleich ein Zeichen meiner Verbundenheit mit einem Ort, der über viele Jahre hinweg ein wichtiger Mittelpunkt meines Lebens und Schaffens war. Von 1998 bis 2009 lebte und arbeitete ich in Weissach.
Mein Atelier befand sich in einem historischen Wohnhaus aus dem Jahr 1792, unmittelbar gegenüber dem Marktplatz von Weissach. Das Haus mit seinem rund 100 Quadratmeter großen Garten war für mich weit mehr als nur Wohn- und Arbeitsort. Es wurde zu einem Ort der Begegnung, des künstlerischen Schaffens und der Inspiration.
Noch heute präsentiert sich das historische Gebäude in jenem weißen Anstrich, den ich damals selbst ausgeführt habe – eine kleine, bis heute sichtbare Spur dieser Zeit.
Singiore Colore
„Singiore Colore“ (2005) – Ein künstlerisches Manifest
Im Garten fanden regelmäßig die Sommerferienprogramme der Gemeinde statt, die ich selbst veranstaltete. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei die Freude zu erleben, wie Kunst, Kreativität und gemeinsames Gestalten Menschen miteinander verbinden können. Diese Begegnungen und die besondere Atmosphäre dieses Ortes haben auch mein eigenes künstlerisches Schaffen geprägt.
In Weissach eröffnete ich schließlich auch meine Galerie Ost, die über mehrere Jahre hinweg zu einem weiteren Ort für Kunst, Begegnung und Austausch wurde. Im Jahr 2009 schloss ich die Galerie und verließ Weissach – ein bedeutender Lebensabschnitt ging damit zu Ende, während mein künstlerischer Weg an anderen Orten weiterführte.
Doch zurück zu „Singiore Colore“ und seiner Geschichte.
Das Gemälde „Singiore Colore“ aus dem Jahr 2005 markiert für mich eine intensive Auseinandersetzung mit jenem künstlerischen Weg, den ich bereits 1990 bewusst eingeschlagen hatte. Der Titel verweist auf die Farbe als eines meiner zentralen Ausdrucksmittel – als eine visuelle Sprache, die in diesem Werk ihre ganze Kraft entfaltet.
„Singiore Colore“ steht für mich zugleich für Versöhnung, Bestätigung und innere Gewissheit: für das Wissen, dass die Entscheidung für meinen eigenen künstlerischen Weg die richtige war.
Die Komposition lebt von der Präsenz der Farben Rot, Orange, Gelb, Grün und Schwarz. Rot steht für Energie und Leidenschaft, Orange für kreative Kraft und Bewegung. Gelb bringt Licht, Optimismus und Wachheit in das Werk. Grün wirkt ausgleichend und steht für Ruhe, Naturverbundenheit und innere Harmonie. Schwarz verleiht der Komposition Tiefe und Ernsthaftigkeit und schafft zugleich einen ruhenden Gegenpol zur Kraft der Farben.
Für mich ist „Singiore Colore“ deshalb weit mehr als ein Gemälde aus dem Jahr 2005. Es ist ein Werk des Innehaltens und der Reife – ein Werk, das auf Vergangenes zurückblickt und zugleich nach vorne weist. Dass sich „Singiore Colore“ heute in der Kunstsammlung der Gemeinde Weissach befindet, schließt für mich einen besonderen Kreis: Ein Kunstwerk, das während dieser prägenden Zeit entstand, ist dauerhaft mit jenem Ort verbunden geblieben, an dem ein bedeutender Teil seiner Geschichte – und meiner eigenen – geschrieben wurde.
Die Geschichte:
von „Singiore Colore“ endet hier - die
nächste beginnt mit einem anderen Werk.
In Zukunft gelangen Sie von hier aus direkt in meine digitale Galerie Ost.
Dort wird ein virtueller Rundgang durch ausgewählte Werke entstehen – jederzeit und von überall zugänglich. Bis es soweit ist, begleite ich die Entwicklung Schritt für Schritt in meinem Blog.
